Outcast Registration

Kontext

Die Projekte der OUTCAST REGISTRATION werden regelmäßig mithilfe visueller und diskursiver Formate kontextualisiert. Dazu gehören die grafische Aufbereitung der empirisch erhobenen Daten (Diagramme) sowie die kritische Reflexion des Projektverlaufs und der Ergebnisse im Gespräch mit Vertreter:innen verschiedener Fach- und Praxisbereiche (Expert Meetings).

Expert Meetings

Interdisziplinäre Kollaboration ist die Voraussetzung für die künstlerisch-wissenschaftliche Vorgehensweise im Rahmen der OUTCAST REGISTRATION. Um sich kontinuierlich mit der Vorgehensweise und den vorläufigen Ergebnissen der Zusammenarbeit mit den drogenkranken, inhaftierten Frauen, mit den beteiligten Institutionen und mit der Öffentlichkeit im Rahmen der Speech Activities auseinanderzusetzen, werden in (teil)öffentlichen Expert Meetings Vertreter:innen verschiedener Fachdisziplinen und Praxisbereiche zusammengebracht, die die einzelnen Etappen des Projekts kritisch diskutieren. Zusätzlicher Austausch findet in internen Kompliz:innentreffen statt, in denen die Diskussionsinhalte der Expert Meetings theoretisch vertieft und erweitert werden. Der regelmäßige Zusammenschluss verschiedener Kompetenzen aus Politik und Verwaltung, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Technologie soll bei der Klärung unterschiedlichster Problemstellungen während der Projektdurchführungen sowie bei der Einordnung der Erfahrungen und Erkenntnisse helfen, um schließlich die Wissenszirkulation der OUTCAST REGISTRATION zu fördern und auch die Wirksamkeit künstlerischer Intervention in sozialpolitischen Fragen sicherzustellen.

23-09-2019 - Kunst VI
Virtueller Sprechraum
16-12-2016 - JURISPRUDENZ III
Straftaten ohne Strafverfolgung
20-07-2015 - Soziologie
Drogenprostitution – Beispiele New York und Frankfurt, Das Erleben von Räumen - Architektur von Psychiatrie und Gefängnis, Fremdbild/ Selbstbild von Drogenabhängigen, Oral History, Beobachtungsperspektiven - Interdisziplinäre Nutzbarmachung der künstlerischen Forschung
10-04-2015 - Design
Intervention parrhesia in the City: Systemfehler aufdecken – Foucaults Begriff der Gouvernementalität – Ziel: Making things visible and public – Methode: Making the personal public
13-03-2015 - KUNST V
Narration vs. Information: Frage nach der Erzählform – Umgang mit Autorenschaft/ copy-left Konzept – Der produktive Widerspruch: Widersprüche aufzeigen und aushalten
03-03-2015 - PSYCHOLOGIE | PSYCHIATRIE III
Feminismus im isolierten Raum: Frauen- und Männervollzug im Vergleich – Europaweiter Psychiatermangel – Gesellschaftliche Wertekonflikte: Funktionalität als Behandlungsziel?
14-06-2014 - KUNST IV
Foucaults Begriff der Parrhesia – Vermittlung (künstlerischer) Forschung – Hinterfragung des Öffentlichkeitsbegriff – Aktivismus und/ oder Analyse?
12-06-2014 - PSYCHOLOGIE | PSYCHIATRIE II
Gesellschaftlicher Umgang mit Sucht – Entwicklung der Suchtbehandlung – Substitution als „Leidlinderung“ – Kontrolle, innerer Freiraum und Sucht – Fall des Abstinenzparadigmas
05-06-2014 - PSYCHOLOGIE | PSYCHIATRIE I
Drogenpolitik in Österreich: Entstehung und Status Quo – Gesellschaftliche Paradigmenwechsel: Österreich, Schweiz und die Niederlanden
14-12-2013 - KUNST III
Künstlerische Forschung: Wissensproduktion, Kontextualisierung, Geltungsanspruch und Legitimierung – Ausstellung als Präsentationsformat der Künstlerischen Forschung
09-02-2013 - JURISPRUDENZ II
Gewalt und Drogenabhängigkeit im Kontext
22-11-2012 - JURISPRUDENZ I
In Kooperation mit Rebecca Mertens: Einsicht in die Prozessakten einer 19-fach verurteilten drogenabhängigen Insassin der Justizvollzugsanstalt für Frauen Niedersachsen
28-10-2012 - KUNST I
Begriffe der Verortung – Künstlerische, Forscherische & Methodische Entscheidungen – Sichtbarmachung & Verschlüsselung – Hartnäckigkeit als künstlerische Praxis
21-06-2012 - KUNST II
Textbesprechung T:G\10
16-10-2009 - INTERDISZIPLINÄR IV
Eine Debatte über die Effektivität der Einmischung in gesellschaftliche Fragen mit den Mitteln der bildenden Kunst in Projectspace Kunsthalle Wien
27-04-2009 - INTERDISCIPLINARY III
Über die Effektivität der Einmischung in gesellschaftliche Fragen mit den Mitteln der bildenden Kunst
21-09-2007 - INTERDISZIPLINÄR II
Eine Debatte über die Effektivität der Einmischung in gesellschaftliche Fragen mit den Mitteln der bildenden Kunst in Kunstraum W139 in Amsterdam
21-07-2005 - INTERDISZIPLINÄR I
Eine Debatte über die Effektivität der Einmischung in gesellschaftliche Fragen mit den Mitteln der bildenden Kunst

Diagramme

Diagramme und Grafiken visualisieren die Lebenswege einzelner Projektteilnehmerinnen. Wiederkehrende Merkmale werden herausgearbeitet und in den gesellschaftlichen Kontext gestellt. Dabei werden Muster und Konsequenzen spezifischer Bedingungen aufgedeckt und sichtbar gemacht. Quellen hierzu sind Strafakten, Dossiers und Gedächtnisprotokolle von unzähligen Gesprächen – live, telefonisch und in Briefen – mit den Teilnehmerinnen aller Gefängnisprojekte seit 1997.

Auswertung aller Worte (Wort, Anzahl und Alter), die von 16 Teilnehmerinnen bei deren MATRIX – Erstellung während der Projektausführungen von THIS BABY DOLL WILL BE A JUNKIE verwendet wurden.
Dieses Diagramm visualisiert die Straftaten, die an Rebecca Mertens verübt wurden und zeigt die gesellschaftlichen Konsequenzen für die TäterInnen (ebenfalls in Chronologie der betreffenden Jahreszahlen und Alter). Zusätzlich werden die Gesetze und das jeweilige Strafmaß, die angewendet hätten werden können, aufgelistet.
Dieses Diagramm visualisiert die Straftaten von Rebecca Mertens und deren gesellschaftliche Konsequenzen (ebenfalls in Chronologie der betreffenden Jahreszahlen und Alter). Zusätzlich werden das jeweilige Strafmaß und die Gesetze, auf denen die strafrechtlichen Urteile basieren, aufgelistet.
Bezugspersonen im Leben von Rebecca Mertens werden bestimmten Ereignissen und den jeweiligen Jahreszahlen / Alter zugeordnet.
Die Aufenthaltsorte von Rebecca Mertens werden mit den jeweiligen Bezugspersonen und Jahreszahlen / Alter in Verbindung gebracht. Mit diesem Diagramm wird das Ausmaß an Autonomie im Leben einer Drogenabhängigen dargestellt.
Bei diesem Diagramm werden die Bewegungen zwischen Aufenthaltsorten der Projektteilnehmerin Rebecca Mertens unter Berücksichtigung verschiedener Raumkategorien (privat, isoliert, kulturell, öffentlich) chronologisch erschlossen.

Notizen

19-05-2022 -
Die zweite Projektausführung von PARRHESIA wird in der Justizanstalt Schwarzau (AT) stattfinden, vom 11. bis 22. Juli 2022.
09-03-2022 -
Projektausführung im SHH (Schweizer Haus Hadersdorf) mit 5 Teilnehmerinnen begann am 5. April 2022. Erste Resultate werden der OUTCAST REGISTRATION in Kürze hinzugefügt.