Outcast Registration

OUTCAST REGISTRATION dient als Archiv aller Forschungsprojekte von Ulrike Möntmann und führt deren Ergebnisse zusammen.

Seit 1998 realisiert Ulrike Möntmann mit Partner:innen aus Kunst, Wissenschaft und Politik mehrjährige Projekte im Zusammenwirken mit drogenkranken Frauen in europäischen Gefängnissen, Therapie-Einrichtungen und Auffangzentren. In interdisziplinär angelegter künstlerischer Forschung und Praxis werden komplexe Fragestellungen diskutiert, die sich aus der Kooperation mit allen Teilnehmenden ergeben. Ziele der Untersuchungen sind die Aufdeckung von Fakten und die Benennung konkreter Zusammenhänge aus verschiedenen Perspektiven. Dabei sind weder die offenkundig asymmetrischen Beziehungen zu den betroffenen Frauen zu bestätigen noch die Maßnahmen der exekutiven Gewalt zu diskutieren – vielmehr sollen Möglichkeiten geschaffen werden, sich gemeinsam in die Bedingungshaftigkeit gesellschaftlicher Systeme zu begeben.

OUTCAST REGISTRATION ist eine Form der Einmischung, die Reflexionen und Stellungnahmen erfordert, um die Bedingungen offenzulegen, die sich in sozialen Prozessen strukturell verfestigen und diese als öffentliche Angelegenheit wahrnehmbar zu machen.

In der folgenden Übersicht findet sich Detailinformation zu den Projekte, die Ulrike Möntmann bisher realisiert hat.

(2004-2019) basiert auf 18 Biografien drogenkranker Frauen in 5 mitteleuropäischen Ländern und bildet das Fundament der OUTCAST REGISTRATION.
mehr zu TBDWBAJ
(2019-bis jetzt) führt die Untersuchungen die im Rahmen von TBDBAJ stattgefunden haben, fort. Individuelle Projektausführungen sind für Gefängnissen sowie Therapieeinrichtungen in Nord und Südeuropa geplant, im Zeitraum von 2021-2027.
mehr zu PARRHESIA

Parrhesia im W139, Amsterdam, Niederlande, Oktober 2023

European Outcast Choir im MAK, Wien, Österreich, 2013/14

Am folgenden Teil der Projekbeschreibungen wird gerade gearbeitet. Hier wird in Kürze mehr Information zu den Vorgängerprojekten von TBDWBAJ und parrhesia zu finden sein.

(1997) Ebenso wie die meisten Inhaftieren, kann auch ich behaupten, irrtümlicherweise im Gefängnis gelandet zu sein; nämlich in der Justizvollzugsanstalt für Frauen, in Vechta, Deutschland.
mehr zu Lücke
(1999-2002) Die Eitelkeit von Frauen in einem Gefängnis ist auffallend. Wo Stolz und Selbstachtung schon lange gebrochen sind, setzt der Wunsch nach ‘Aufmachung’ ein.
mehr zu KGK
Einige Menschenleben sind betrauernswert und andere sind es nicht; die ungleichmäßige Verteilung von Betrauernswürdigkeit, die darüber entscheidet, welche Art von Subjekt zu betrauern ist und betrauert werden muss und welche Art nicht betrauert werden darf,...
mehr zu Jugend Wohn Zimmer
Happy Together ist eine Sequenz von Full-color Postern, die jeweils eine Person neben einem Blumenkübel an öffentlichen Stellen in Amsterdam präsentiert.
mehr zu Happy Together
Der Titel des Projekts bezieht sich wortwörtlich auf die organisierte Kanalisierung von zubereiteten Lebensmitteln.
mehr zu Essensschleuse

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