Amsterdam Expert Meeting – Serie Hester van de Beuken
Interdisziplinär II
21. September 2007, W139 Amsterdam

TEILNEHMERINNEN: Jeroen Boomgaard, Marieke van Doorninck, Erik Hagoort, Doede Hardeman, Gijs Frieling (Moderation), Carolin Gehrles, Ruud Kaulingfreks, Greet Kuipers, Willemijn Los, Ulrike Möntmann, Jonas Staal, Michael Tedja, Judith Vega

 

Die Serien der Dolls / Biografien werden vorübergehend von einer Kunstinstitution in einer Stadt, in einem Land angenommen.
Es wird jeweils eine nationale Serie THIS BABY DOLL WILL BE A JUNKIE im öffentlichen Raum an Orten ausgesetzt (Dropping), die zum Lebensraum der Biografin gehören. Im Rahmen des Droppings werden circa einhundert populäre und unpopuläre Bürger des Landes – aus (Sub-) Kultur, Politik und Wissenschaft – zur Intervention eingeladen, um eine Debatte über die Effektivität der Einmischung in gesellschaftliche Fragen mit den Mitteln der bildenden Kunst zu führen.

 

Dieses Expert Meeting fand im Rahmen der Gruppenausstellung Love is like Oxygen in W139, einem von Künstler_Innen initiierten und geführten Produktions- und Präsentationsraum in der Innenstadt von Amsterdam – statt. (Zusammenfassung der Diskussion erscheint in Kürze)

 

a'dam debate publiek junk frieling

Expert Meeting, W139, Amsterdam

Die Ausstellung Love is like Oxygen ist Teil des Projektes Liefde in de Stad (Liebe in der Stadt): Im Rahmen dieses Projektes lädt Paradiso Amsterdam seit 2003 jährlich Künstler_Innen, Wissenschaftler_Innen, Schriftsteller_Innen und Musiker_Innen dazu ein, Kreativität zur Förderung von Liebe im urbanen Raum einzusetzen. „Es geht nicht um romantische Liebe“, so Lisa Boersen (Paradiso), „sondern um Liebe als Gegenstück zur Angst. Die Art der Liebe, die das Zusammenleben auf engem Raum so viel positiver macht.“ Liefde in de Stad erforscht mit unorthodoxen Methoden an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft das menschliche Verhalten in urbaner Kultur und die Art, wie dieses (positiv) beeinflusst werden kann.

Gijs Frieling, damaliger Direktor W139, schreibt: „Die Stadt ist der Ort, an dem alles vermenschlicht ist. Wo die Natur, mit Ausnahme des menschlichen Körpers, fast vollständig verbannt wurde. Die Stadt bringt das Beste und Schlimmste des Menschen zum Vorschein. Liebe ist eine Kraft, die nur Bedeutung hat, wenn sie von einem freien Herzen gegeben wird. In der Kunst scheint die Freiheit selbst manchmal zum ultimativen Ziel geworden zu sein. Diese Selbstbestimmung ist potenziell eine Pforte zur Weiterentwicklung, die es Künstler_Innen ermöglicht, verbindliche Beziehungen zu Menschen und Ideen einzugehen. Einige der Künstler_Innen in dieser Ausstellung scheinen diesen Schritt gemacht zu haben.“

 

Partizipierende Künstler_Innen: Arno Coenen, Erin Dunn, Gil & Moti, Saskia Janssen, George Korsmit, Ulrike Möntmann, Jonas Ohlsson, Joel Tauber.